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#queersundfarbigs

Aktualisiert: 14. Juli 2022

...eine wahre Geschichte...

Lebtest du in der Vergangenheit auch in einer Scheinwelt? Ich schon.

Idyllisch am Waldrand, ein Haus mit vielen Blumen, romantische Lagerfeuer, eine liebe Partnerin, Kinderstimmen. Eine Vorzeigefamilie.


Mein ganzes Tun war ein Suchen.

Nach der Liebe, nach der sich mein Innerstes sehnte.

Da waren dann aber die lauten Stimmen, die mir sagten, was Normal sei. "Körig",sagen wir bei uns im Dialekt zu diesem Normal. Eben sagten mir diese Stimmen auch, dass es unnormal sei, sich als Mann in einen Mann zu verlieben.

Zu sehr hörte ich auf die lauten Stimmen um mich herum.

Auch wenn ich innerlich litt und es Druck erzeugte. Um diesen Druck nicht spüren zu müssen, stürzte ich mich in die Arbeit. Ich studierte parallel. Machte Kurse. Hatte Ämter und Aufgaben. Einen großen Garten. War Selbstversorger. Ich musste im Außen auffallen, nur damit niemand auf die Idee käme, wie alles in mir querdenkt. Ein sich Mühen und Plagen, ein Quälen.


Leben in einer Blase.

Nicht nur ich, auch mein nahes Umfeld litt an meiner Blase oder Scheinwelt -die mein Innen vor dem Außen und mein Außen vor dem Innen schützte. 32 Jahre lang.

Diese Blase habe ich nun platzen lassen. Durch ein ehrliches und offenes Gespräch. Und mit der Blase ist weg - so viel Druck, Schein, Unehrlichkeit, Scham, Angst, ... Wie oft hatte ich Angst vor diesem Platzer... Und jetzt?


Offenheit und Ehrlichkeit macht frei.

Es fühlt sich unbeschreiblich frei an. Denn, ich muss dir und mir nichts mehr vormachen. Ich höre auf meine innere Stimme und kann dir und mir ehrlich begegnen. Ich lebe und liebe so, wie ich fühle und dies ohne Druck. Das bedeutet, dass viele Spannungen gar nicht mehr entstehen und ich dir gelassener und freundlicher begegne.

Und für diese Momente der Begegnung bin ich dankbar. In diesen Momenten entdecke ich Freundschaft und Liebe. Durch das OffenWerden und ZuMirStehen und dem Folgen der leisen Stimme in mir, schenkt mir das Leben Lösungen, Freunde und auch einen Partner, die es mir möglich machen, so zu lieben wie ich bin.

Und all das, was ich bisher zur Ablenkung des Schmerzes gemacht habe, bekommt heute eine neue Bedeutung. Aus dem Inneren! Dafür bin ich unendlich dankbar.



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