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#queersundfarbigs

Aktualisiert: 14. Juli 2022

Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar. (Ingeborg Bachmann)


Wer bin ich? Ich mit meinen tiefen inneren Gefühlen, die ich nicht loswerde.

Wer bin ich, dass es in mir so anders tut, denkt, handelt?

Wer bin ich, wenn ich anders bin.


Auf der Suche nach einem Weg, die eigene Sexualität und Identität leben zu können, bin auch ich so manchen UmWeg gegangen. So mancher Weg war auch eine Flucht vor der Realität. Meine innerste Stimme hat mich dann immer wieder eingeholt. Auch in einem >normalen Familienleben< konnte ich meine Sexualität, mein Suchen nicht unterdrücken. Jetzt stehe ich da. So wie ich bin und fühle und dafür bin ich dankbar. Dankbar für mein Sein, mein Wesen, meine Sexualität und zuletzt auch den Mut, diesen Weg zu gehen.


Ewiges Suchen


Die Suche, das Ringen mit der eigenen Sexualität ist für viele Männer und Frauen ein langer Weg. Gerade, wenn sie sich -wie ich - durch das Umfeld in eine Rolle drängen lassen, die ihnen nicht entspricht.

Das persönliche ComingOut - das zu Sich stehen - ist ein großer Schritt zu innerer Freiheit. Erst wenn sich Personen in ihrem SoSein selbst annehmen können, kehrt innerer Friede und Ruhe ein. Betroffene aus meinen Coachings beschreiben diesen Prozess:


Wenn ich an die Zeit vor meinem ComingOut zurückdenke, dann sehe ich immer zwei Personen. Der, dessen Rolle ich spiele und der, der ich sein möchte. Bernd
Es ist die Welt da draußen und die Stimme in mir. Johannes
Ich lebte in ständiger Alarmbereitschaft, damit niemand entdeckt, welchen Kampf ich in mir kämpfte. Patricia

Wenig Handlungsspielraum


Solange Männer und Frauen in diesem inneren Ringen verharren, haben sie wenig Handlungsspielraum. Sie spielen eine Rolle, die sie nicht sind und in der sie sich nicht wohlfühlen. Es ist eine ständige Angst, entdeckt zu werden. "Es regiert die Angst, durchschaut und erkannt zu werden. Der Blick der anderen ist die größte Bedrohung." (Peter Fässlacher, S.103, Die schwule Seele) Erkannt zu werden würde tatsächlich bedeuten, dass das selbst gebaute Kartenhaus in sich zusammenfällt. Und dann?


Als ich es endlich sagen konnte, als ich endlich sagen konnte: ich bin schwul - da war es mir, als breche die Welt zusammen. Ich fühlte mich leer. Später habe ich verstanden, dass es der Druck war, den ich mir selber aufgebaut habe. Der Druck, die Angst vor den Anderen. Das war mit diesem einen Satz weg. Ja, ich bin schwul. Und das ist gut so. B.D.
Später habe ich verstanden: Diese Leere die durch das ComingOut entstand darf ich neu füllen. Jetzt fülle ich sie mit Leben. Bernd
Nach meinem ComingOut habe ich mich neu kennengelernt. Im Coaching bin ich meiner neuen Persönlichkeit auf die Spur gegangen und habe die Leere die entstanden ist neu gefüllt. Jetzt stehe ich da. Proud! Bernd

Identität ist die Frage nach dem >Wer bin ich<?


Gerade diese Frage nach dem >Ich<, nach der eigenen Persönlichkeit beschäftigt jeden Menschen. Für die LGBTQ´s stellt sich diese Frage um so mehr, da sie sich ja in ihrem Leben noch ganz anderen Fragen und Herausforderungen stellen müssen. Sie wissen ja oft selbst lange nicht, was in ihrem Körper passiert. Und das verunsichert.

Sicherheit gibt aber alles, was ich weiß und für mich klar erkennen kann.

Wer bin ich?


Das Dazugehörigkeitsgefühl


Schon als Kind spürte ich, dass mich Männer interessieren. In meinem Umfeld habe ich dann aber klar zu hören bekommen, dass dies verkehrt ist. Verkehrt? Das wollte ich nicht sein. So habe ich gelernt, dieses starke Gefühl, diesen inneren Zug nach männlicher Nähe zu unterdrücken. Es war immer ein Kraftakt. Mit der Zeit habe ich mich dann abgesondert, war ein Einzelgänger. Trotzdem wollte ich dazugehören. Das klappte dort, wo ich mich durch Arbeitsleistung einbringen konnte. Ansonsten war ich immer sehr einsam. Und alleine mit meinen >schweren< Gedanken. Mit der Zeit haben sie mich erdrückt. B.D.

Dazugehören ist ein sehr starkes Bedürfnis. Das bedeutet nämlich: "angenommen und geliebt zu werden - und zwar so, wie ich bin. Das kann aber nur gelingen, wenn die anderen wissen, wer ich bin. Ich muss mich den anderen zeigen. Das klingt vielleicht simpel, ist es aber nicht. Denn: wie sollen die anderen wissen, wer ich bin, wenn ich es vielleicht selbst nicht einmal so genau weiß?" (Peter Fässlacher, S.16, Die schwule Seele)


Wer bist du?


Wer bin ich? Ich unterstütze in meinen Coachings Menschen die auf der Suche sind. Auf der Suche nach ihrem inneren Selbst.

Ich unterstütze dich, auf deinem Weg. Auf einem Weg, der vielleicht steinig wird. Aber: wo Steine sind, kann gebaut werden! Also: lass uns gemeinsam bauen.

Melde dich gerne zu einem Coaching. Auch online möglich.





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