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#queerundfarbig

Aktualisiert: 17. Juni

Am 1.12. feiern wir jährlich und weltweit den #awarenessday für sexuelle Gesundheit.

Dieser Tag soll allen Menschen ihre sexuelle Gesundheit und die Achtung vor ihr ins Gedächtnis rufen.

Im Mittelpunkt stehen die STDs (sexuell transmitted desease = sexuell übertragbare Krankheiten).


Angst vor der eigenen Sexualität

Ich möchte hier mit diesem Beitrag jedoch nicht nur auf die körperlichen Krankheiten aufmerksam machen, die eine "ungeschützte" Sexualität mit sich bringen kann, sondern auch auf jenen psychischen Druck der auf Menschen lastet, die Sexualität nicht so leben können wie sie fühlen.


Menschen, die ihre Sexualität und sexuelle Orientierung heimlich leben müssen, sie unterdrücken oder gar aufgeben - sie alle geben sich selbst auf!

Und das macht krank.

Und: hier tragen wir als Gesellschaft VerAntwortung! Können wir es verAntworten, dass Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und Losigkeit krank werden?

Hier kommt wahrscheinlich schnell ein lautes Nein. Ist es jedoch eine Antwort des Herzens? Oder schweben doch noch Ängste, VorUrteile, ... mit, die in uns ein offenes und klares JA verhindern?


Sexuelle Energie als LebensQuell

Wer seine sexuellen Energien und Bedürfnisse, seine sexuelle Orientierung nicht leben kann, unterdrückt eine große Quelle der Energie, der Liebe und des Lebens!


Wir leben in einer Zeit, in der es "offensichtlich" ganz ok ist, zb. schwul zu sein!


Wird diese Toleranz und Akzeptanz aber auch im Alltag gelebt? Bis ins Detail?

Was aber wenn...? Hinterfrag dich selbst mal kritisch. Dank deiner persönlichen Reflexion eröffnest du vielen Menschen den Raum sich zu entfalten. Und das auf allen Ebenen.


Kritische Fragen


Wenn dann dieser Schwule auf einmal meine Kinder unterrichtet?
Oder eine lesbische Frau als Gemeindeärztin eine Praxis eröffnet?
Oder ein TransMann dir den Käse hinter der Theke reicht?

...


Sag mal ehrlich! Wie geht es dir bei diesen Gedanken?


...



Ich geb ja auch zu: alles was ich nicht kenne macht mich unsicher! 
Unsicherheit mag ich nicht. Da dreh ich mich lieber um. 

Königsweg: stell dich deinen Unsicherheiten

Deshalb informiere dich.

Deshalb spreche Betroffene im Bekanntenkreis direkt an. Sie dürfen sich dann auf die Tiefe der Antwort entscheiden.

Deshalb reflektiere dein eigenes Verhalten.

Deshalb lese Bücher, Zeitschriften und hole dir professionelle Hilfe in Beratungsstellen.



Das ist (m)ein wesentlicher Beitrag, den wir als Gesellschaft für unsere sexuelle und psychische Gesundheit leisten können.
Das ist (m)ein wesentlicher Beitrag, der es vielen Männern und Frauen ermöglicht, sich zeigen zu dürfen, so wie sie sind.
Das ist (m)eine Unterstützung für ein leichteres ComingOut - auch für all die Ü-40 Jährigen, die sich nach wie vor verstecken.

Dein Beitrag für eine gesunde Sexualität. Auch meiner.

Schon daran gedacht? Manchmal können kleine Veränderungen in deinem Denken dein Leben >und das der Anderen< verändern!
Sei du die Veränderung!

Bild: Frauenmuseum Hittisau 2023 | Bernhard Dünser

Text: Bernhard Dünser



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