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#schnupftuah

Aktualisiert: 17. Juni

Achtung Trigger! Suizid bei Kindern und Jugendlichen.


Selbstverletzendes und suizidales Verhalten


Suizidalität ist eine Bezeichnung für das Erleben und Verhalten, das darauf abzielt, den eigenen Tod bewusst herbeizuführen.

Selbstverletzendes und suizidales Verhalten sind Themen, die uns nicht kalt lassen. Auch wenn wir danach wieder darüber schweigen. Suizid ist leider nach wie vor TABU! Es braucht Mut darüber zu reden! Aber wie?

Suizid (be)greifen? In folgendem Artikel beschreibe ich praktisch, pragmatisch, ... was in Betroffenen vorgeht. (Be)greifen hilft Verstehen. Verstehen hilft beim Akzeptieren. Und darüber reden. #redenhilft


Schweigen aus Angst


Suizid macht Angst. Es ist etwas, das wir nicht (be)greifen können! Wir können tatsächlich nicht (be)greifen was sich im Inneren eines Menschen abspielt. Das Warum? wird sich nie (er)klären.

Suizidversuche und Suizide bei Kindern und Jugendlichen sind oft ein Anzeichen für eine dramatisch zugespitzte, scheinbare Ausweglosigkeit, für großes psychisches Leid und die Einengung auf einen unumkehrbaren "Lösungsversuch".
Meist handelt es sich um eine sehr komplex erlebte Lebenssituation, die die Betroffenen in der aktuellen Lebensphase ganz einfach überfordern.
Probleme, Enttäuschungen, Ängste, Hoffnungslosigkeit, die eigenen (sexuelle) Identität, ... machen das Leben scheinbar unerträglich.
Kinder und Jugendliche die "innerlich bald platzen" senden Signale. Sie kündigen uns oft an, dass sie "des Lebens müde sind."

Betroffene sind auf ein Umfeld angewiesen, das diese Signale erkennt und danach handelt.


Symptome und Warnsignale

Sozialer Rückzug
Äußerung von Suizidgedanken, Sterben wollen, das Leben zu beenden
Vernachlässigung des Körpers, Körperpflege, Ernährung
Abschied nehmen, sich Verabschieden
Verschenken und aufräumen persönlicher Dinge
...

Jugendliche Suizidalität


Suizidgedanken treten bei Jugendlichen immer wieder auf, oft als gedankliches Ausloten (Erwägung) ob ein Problem "überlebenswert" ist oder nicht.

Die Gefahr dieser Gedanken liegt in ihrer Aktivität.

Drängen sie sich gelegentlich passiv auf und verschwinden dann wieder.
Sind sie aktiver Teil des alltäglichen Erwägens und Abwägens.

Jugendliche sind oft noch unerfahren in der Bewältigung von Krisen. Das Tragische an jugendlicher Suizidalität ist, dass sie sich oft aus einer Krisensituation heraus entwickelt, weshalb im Nachhinein auch keine Vorgeschichte oder Ankündigung erkennbar ist.


Bedeutsamkeit der Gleichaltrigen


Jugendliche befinden sich im Abnabelungsprozess von Eltern und anderen Erwachsenen. Das macht es ihnen schwerer, sich mit ihren Sorgen und Gedanken Erwachsenen zu öffnen.

Hier kommen die Gleichaltrigen (Peergroup) ins Spiel, die von Sorgen und Gedanken erfahren, jedoch damit völlig überfordert sind bzw. die suizidale Person missverstehen.

Auch die Mitwisser*innen müssen sich von der Erwachsenenwelt abgrenzen, weshalb sie oft unter einen großen Druck geraten.


Seelische Aufklärung für unsere Kinder


Kinder sind bis zum Alter von 9-11 Jahren sehr offen und empfänglich für LebensThemen. Mit der beginnenden Pubertät verschließen sie die Türen zu ihrer Seele. Erwachsene müssen draußen bleiben!

Was, wenn wir mit unsere Kindern an Küchentischen, in pädagogischen Einrichtungen und Schulen schon früh mit den seelischen Prozessen konfrontieren? Kindgerecht natürlich!

Und dennoch ehrlich. LebensEcht!

Dann können sie sich zumindest mit 15 Jahren daran erinnern, dass da noch was war, das jetzt vielleicht normal sein könnte. Und trauen sich zu fragen.

Dafür braucht es Aufklärung. Und Mut.


Mutige Eltern und Pädagog*innen


Über seelische Konflikte, Problembewältigung, Gefühle, ... zu sprechen erfordert ein gewisses Maß an Selbstreflexion. Und persönliche Aufklärung.

Das sind wir unserer jungen Generation schuldig!


Weiter geht es im nächsten #wortzauber


Hinterlasse gerne deine Fragen, Kommentare direkt hier oder im Chat... dann kann ich darauf reagieren und gezielt informieren und aufklären.

Beiträge dürfen auch gerne geteilt werden. Das ist (k) ein Tabu!


Bildquelle: Bernhard Dünser, Kunstwerk in Zürich Umgebung

Zitate und Textquellen: vgl. Selbstverletzendes und suizidales Verhalten im schulischen Kontext. Stiftung Maria Ebene. Supro

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