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Was tun bei Suizidgedanken?

Was tun, wenn jemand Suizidgedanken hat?


Wenn alles zu viel wird!


Plötzlich ist alles anders. Arbeitslosigkeit, eine Erkrankung oder gar der Tod eines geliebten Menschen kann eine*n aus der Bahn werfen.

In solch einer LebensKrise sind Gedanken an Suizid nicht selten. Für was denn? Welchen Sinn hat das alles? Quälende Fragen und Gedanken, Gefühle der Ohnmacht und SinnLosigkeit, ... bringen Menschen an ihre Grenzen.


Kraftlos

Oft sind diese in einer solchen Situation nicht in der Lage über ihre inneren Kämpfe und Belastungen zu sprechen, geschweige denn sie mitzuteilen.

Daher ist es wichtig, dass wir als MitMensch die meist vorhandenen Signale erkennen und sie ernst nehmen. Wir müssen als MitMensch das Gespräch mit den Betroffenen suchen!


Wie?

Es gibt viele Tipps, wie du Betroffenen helfen kannst. Ich möchte hier einige, die mir wichtig erscheinen, für dich zusammenfassen:


Wie bereite ich mich auf das Gespräch vor?

  • nimm dir genügend Zeit - denk auch daran, dein Handy auszuschalten. So zeigst du, dass du wirklich für die Person da bist

  • Wie geht es dir selbst? Suche das Gespräch nur, wenn du dich gut fühlst und du auch die Kraft dazu hast, dir schwierige Dinge anzuhören

  • Suche dir einen Ort aus, an dem ihr euch beide wohlfühlt

  • Lass jemanden, dem du vertraust wissen, dass du dieses Gespräch hast und evtl. danach noch selbst eine vertrauliche Aussprache brauchst

  • Was brauchst du für dich, nach einem schwierigen Gespräch? Überlege dir vorher, was du nach dem Gespräch für dich tust


Ich frage nach

  • "Ich mache mir Sorgen um dich, du wirkst in letzter Zeit so bedrückt und traurig. Ist etwas los bei dir?"

  • "Ich habe im Moment das Gefühl, dass es dir nicht so gut geht. Magst du heute oder ein anderes Mal mit mir darüber sprechen?"

  • ...

  • Falls die Person das Thema Suizid schon angesprochen hat, sprich das Thema Suizidgedanken direkt an, warte nicht zu lange darauf

  • "Du hast in letzter Zeit Dinge geäußert und getan, die mich besorgen. Ich habe Angst, du könntest dir etwas antun."

  • "Hast du schon einmal daran gedacht, dir das Leben zu nehmen?"

  • "Ist dein Kummer so groß, dass du manchmal nicht mehr leben möchtest?"

  • "Die Verletzung die du dir (in den letzten Tagen) selbst angetan hast, macht mich sehr besorgt. Kann ich etwas für dich tun?"

  • ...

Ich hole Hilfe

Dies zu wissen macht das Gespräch leichter:

  • du musst die Probleme deines Freunds oder Freundin nicht lösen und kannst auch keine Verantwortung für das Leben eines anderen Menschen übernehmen. Die Verantwortung für das eigene Leben und das Lösen von Problemen liegt immer bei den Betroffenen.

  • Es ist ok, wenn das Gespräch nicht klappt. Betroffene steigen nicht immer auf das Gesprächsangebot ein - das hat aber nichts mit dir zu tun, sondern mit deren Situation. Sie sind einfach (noch) nicht bereit zu reden.

  • Ein Gespräch verändert nicht gleich alles zum Guten. Aber es ist ein wichtiger Schritt für Betroffene, zu spüren, dass #redenhilft.

Nimm Suizid-Drohungen ernst und reagiere

  • Falls du das Gefühl hast, dass dein Freund oder Freundin zur Tat schreiten möchten, dann hole Hilfe. Rettung (144), Hausarzt, erwachsene/professionelle Hilfe, ...

  • Zeig der betroffenen Person, dass du die Drohung ernst nimmst. Aber auch, dass du die Verantwortung für ihr/sein Leben nicht übernehmen kannst

Mach dir keine Vorwürfe


Leider kann nicht jeder Suizid verhindert werden. Manchmal sind die Absichten nicht erkennbar. Mach dir keine Vorwürfe deswegen und suche selbst nach Unterstützung und Hilfe - um mit deiner eigenen Trauer fertig zu werden. #redenhilft.


Vergiss nicht!


Du bist nicht für das Leben deines Freundes/deiner Freundin verantwortlich.

Achte auf dich selbst und hol dir professionelle Hilfe.


Mehr Infos auch auf bittelebe.at


Vortrag in Rankweil


Du bist in der einen oder anderen Weise betroffen? Du arbeitest mit Menschen und möchtest dich diesem Tabuthema stellen? Dann komm zum Vortrag...


Wenn alles zu viel wird! Tabuthema Suizid

Freitag, 23. September 2022 / 19.00 / Altes Kino, Rankweil / Eintritt frei

Mit Primar Dr. Jan Di Pauli (Facharzt für Psychiatrie, LKH Rankweil); Primar Dr. Philipp Kloimstein (Chefarzt KH Maria Ebene); Sepp Gröfler (Leiter der Telefonseelsorge)

Foto: Bernhard Dünser/Klaus Nenning

Textquellen: vgl. bittelebe.at





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