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Wenn das Leben nach Veränderung ruft (2)

Veränderungen im Leben – wenn nichts mehr bleibt, wie es war

Veränderungen sind Leben. Sie treffen uns oft unvorbereitet. Selbst dann, wenn wir sie gewählt haben. Veränderung bedeutet nicht nur Neuanfang – sie bedeutet immer auch Abschied. Ein Loslassen von etwas Gewohntem, das sich unangenehm, belastet oder traurig anfühlt, auch wenn wir dieses Loslassen wünschen.

Veränderungen stellen unser bisheriges Leben und somit auch uns als Person infrage und laden uns zur Neuorientierung ein.

In diesem Beitrag möchte ich auf einige Veränderungen eingehen und dir die eine oder andere Frage stellen. Sie können dir helfen, deine Veränderung bewusst zu gestalten.

Mir ist bewusst, dass Veränderung alleine meistern "manchmal sehr überfordernd" sein kann - lass dir dann helfen. Such dir professionelle Hilfe. Auch ich unterstütze dich gerne in einem Coaching. Auch #online möglich.




Mir ist bewusst, dass ich mit dieser Auswahl an Veränderungen viele Lebensbereiche nicht beschreibe. Ich denke hier an die Begleitung von Kindern und Jugendlichen bei einem Schulwechsel, auch der Wechsel eines Wohnortes. Sei es der Einstieg ins Berufs- oder Studierendenleben, ein Praktikum oder ganz einfach auch eine gewollte Veränderung wie eine Woche Urlaub am Meer.

Oft genügt BewusstSein, dass Veränderung gelingt.

Kinder bekommen – ein neues Selbst entsteht

Mit der Geburt eines Kindes wird nicht nur ein Mensch geboren, sondern auch eine neue Identität. Das Leben ordnet sich neu – die verfügbare Zeit, Prioritäten, Hobbies oder Beziehungen.

Viele erleben neben der großen Liebe auch Überforderung, Zweifel oder Trauer um das frühere Leben. Diese Ambivalenz ist kein Versagen, sondern menschlich. Sie hat in der Wissenschaft sogar einen Namen > regretting fatherhood I motherhood.

Kinder verändern uns. Nicht, weil wir perfekt sein müssen – sondern weil wir lernen, zu wachsen. Kinder rütteln uns aus der Komfortzone - sie helfen uns, Kontrolle loszulassen und uns auf ein gemeinsames Wachsen einzulassen.

Reflexionsfragen:

Was hat sich in mir verändert, seit ich Elternteil bin?
Welche Erwartungen an mich selbst darf ich loslassen?
Wo wünsche ich mir mehr Unterstützung oder Selbstmitgefühl?

Kennst du meinen Kurs VaterWerden? Hier begleite ich bewusst werdende Väter in ihrer Veränderung.


Kinder loslassen – wenn Nähe sich wandelt

Irgendwann kehrt sich der Prozess um. Kinder gehen ihren eigenen Weg. Was jahrelang Mittelpunkt war, wird stiller. Es fällt nicht leicht, Kinder loszulassen. Sie ihrem eigenen Weg zu "übergeben".

Loslassen ist ein stiller Abschied. Von Routinen, von Aufgaben, von einem Selbstbild. Gleichzeitig öffnet sich ein neuer Raum. Neue Möglichkeiten. Auch für deine Beziehung(en).

Loslassen ist kein Verlust von Liebe, sondern eine Veränderung ihrer Form.

Reflexionsfragen:

Was fällt mir am Loslassen am schwersten?
Wer bin ich, wenn meine Elternrolle nicht mehr alles bestimmt?
Welche neuen Räume entstehen in meinem Leben?
Welche neuen Räume möchte ich bewusst (wieder) pflegen?
Was darf jetzt (wieder) in mein Leben zurückkehren oder neu beginnen?

Trennung – wenn ein "Wir" endet

Eine Trennung reißt eine Lücke. Selbst wenn sie notwendig oder befreiend ist, hinterlässt sie Spuren. Gemeinsame Zukunftsbilder lösen sich auf. Sicherheiten verschwinden.

Trennung zwingt zur ehrlichen Begegnung mit sich selbst. Sie wirft dich auf dich selbst zurück. Gefühle wie VerlassenSein oder Einsamkeit können auf einmal da sein.

Heilung geschieht nicht durch Vergessen, sondern durch Verstehen. Mich selbst neu verstehen - in der neuen Situation.

Reflexionsfragen:

  • Was habe ich in dieser Beziehung über mich gelernt?

  • Was vermisse ich wirklich – die Person oder das Gefühl von Nähe?

  • Welche Anteile von mir möchte ich künftig stärker leben?


Jobwechsel – Identität im Wandel

Ein Job ist mehr als ein Einkommen. Er gibt Struktur, Status, Zugehörigkeit. Im Job finden auch tägliche Begegnungen statt. Den Job zu wechseln bedeutet auch, Menschen zu verlassen. Ein Jobwechsel – freiwillig oder erzwungen – kann sich anfühlen, als würde der Boden kurz weggezogen.

Plötzlich tauchen Fragen auf:

Wer bin ich ohne diese Position?

Was kann und will ich wirklich beitragen?

Arbeite ich, um zu leben – oder lebe ich, um zu arbeiten?

Ein Jobwechsel ist oft ein innerer Übergang, lange bevor der neue Vertrag unterschrieben ist.

Reflexionsfragen:

Welche Teile meiner Identität waren stark mit meinem Beruf verknüpft?
Was möchte ich in Zukunft mehr erleben – und was weniger?
Welche meiner Fähigkeiten bleiben, egal welchen Job ich habe?
Was möchte ich mit diesem Job zurücklassen? Was darf mit?
Was nehme ich auch an Erfahrung und Wissen (für mein Leben) mit?

Pensionierung – wenn Struktur wegfällt

Mit dem Ende des Berufslebens fällt ein äußerer Rahmen weg, der Halt gegeben hat. Für manche ist es Freiheit, für andere Leere.

Pensionierung stellt leise, aber kraftvolle Fragen.

Auch dieser Übergang ist eine Einladung, Sinn neu zu definieren.

Reflexionsfragen:

  • Was hat mir mein Beruf gegeben – jenseits von Geld?

  • Was nährt mich heute wirklich?

  • Wofür möchte ich meine Zeit einsetzen?

  • Wie möchte ich einen idealen Tag gestalten? Nicht realistisch, sondern stimmig.

  • Was mache ich mit der neu gewonnenen Zeit? Mit wem? In welchem Tempo?


Tod – die radikalste Veränderung

Der Tod konfrontiert uns mit Endgültigkeit. Er entzieht sich jeder Kontrolle. Nichts ist mehr "wie vorher".

Trauer ist kein linearer Prozess. Sie kommt in Wellen. Und sie verändert uns – oft leise, aber tief.

Der Tod erinnert uns daran, wie kostbar das Leben ist.

Reflexionsfragen:

Was hat dieser Mensch mir fürs Leben mitgegeben?
Welche Gefühle erlaube ich mir – und welche halte ich zurück?
Was möchte ich bewusster leben, seit ich diesen Verlust erlebt habe?
Wer darf ich - wenn die Trauer leiser wird - sein?


Veränderungen bewusst annehmen

Veränderungen verlangen Mut. Nicht, weil sie falsch sind – sondern weil sie uns in Kontakt mit uns selbst bringen.

Sie sind keine Unterbrechung des Lebens. Sie sind das Leben.

Vielleicht geht es nicht darum, Veränderungen zu kontrollieren, sondern sie als Einladung zu sehen und zu fragen:

Was möchte diese Veränderung mir über mich selbst zeigen?


Ich wünsche dir eine kraftvolle inspirierende Reise durch deine Veränderungen und deren Prozesse. Schritt für Schritt. Auch wenn du mal das Gefühl hast zu stehen, dann darf das sein - in diesem Prozess.

Wusstest du, dass ich Menschen in Veränderungsprozessen begleite?

Schau gerne auf meine Website. Vielleicht findest du das Richtige für dich.


Eine neue Wohnung, eine neue Partnerschaft - Raum für Veränderung
Veränderung ist dort kraftvoll, wo wir genau hinschauen.

 
 
 

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Bernhard Dünser BEd, MA

Systemischer Coach | Supervisor

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